Heitmatkreisgemeinschaft Bartenstein/Ostpr. e.V.

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Zur Verkehrsanbindung des Kreises:

Der Landkreis Friedland/Bartenstein erhielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts seine Chausseen. Die Strecke Königsberg - Bartenstein war 1835 fertiggestellt. Es folgten Bartenstein - Bischofstein 1838, Bartenstein - Rastenburg 1840. Vor 1945 durchzogen folgende Reichsstraßen das Kreisgebiet: R 128: Königsberg - Bartenstein - Bischofsburg - Ortelsburg -  Warschau; R 131: Königsberg - Domnau - Friedland - Gerdauen - Angerburg - Lötzen - Arys; R 135: Bartenstein - Rastenburg - Lötzen; R 142: Wehlau - Friedland - Schönbruch - Bartenstein - Heilsberg - Mehlsack - Braunsberg.
Erste Eisenbahnanschlüsse erhielten Bartenstein (Mai 1864 nach Königsberg, 1867 nach Rastenburg); Friedland (Kleinbahn nach Tapiau 1898, nach Königsberg über Domnau 1901); Schippenbeil (Kleinbahn nach Wöterkeim 1907); Die Strecke Wehlau - Friedland - Bartenstein ging 1911 in Betrieb und wurde 1916 nach Heilsberg verlängert.
Einzige schiffbare Wasserstraße im Kreisgebiet war die Alle unterhalb Friedland.


Einige Öffentliche Einrichtungen im Kreis:

Bartenstein wird 1877 Sitz eines der acht ostpreußischen Landgerichte. Amtsgerichte bestehen in Bartenstein, Domnau. Friedland und Schippenbeil.
1865 wird in Bartenstein das Kreis-Johanniter-Krankenhaus eröffnet. In Friedland wird 1899 das einstige Garnisonlazarett Kreiskrankenhaus. Beide Häuser (Bartenstein 1899/1900, Friedland kurz danach) erhalten Neu- und Erweiterungsbauten, die bis 1945 bestehen.
Bartenstein erhält 1872/73 ein neues Gymnasium, 1902 ein Lyzeum. In Friedland entsteht nach dem Ersten Weltkrieg eine Aufbauschule, die 1929 ihren ersten Abiturientenjahrgang entlässt.
Im September 1905 nimmt in Bartenstein die städtische Vollkanalisation ihren Betrieb auf.   
Im Zuge der nach dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Elektrifizierung Ostpreußens entsteht vom Sommer 1920 bis November 1923 bei Friedland ein Wasserkraftwerk, dem flussabwärts ein zweites, kleineres bei Groß Wohnsdorf folgt. Durch den bis 31 km langen Rückstau der Alle entsteht ein bis zur Gegenwart existierender Stausee.
Bartenstein wird ab 1935 wieder Garnison, die sich bis 1938 auf drei neu erbaute Kasernen verteilt.


Der Landkreis Bartenstein (Ostpr.) in einigen Zahlen:

Fläche des Kreisgebietes 1939: 87.863 ha

Zahl der Einwohner 1939: 48.750

 Evangelische 45.937
 Katholiken 1.028
 Andere1.763
 Juden 22

Davon lebten in den 4 kreisangehörigen Städten:
Bartenstein 11.268 (ohne Soldaten)
Friedland 4.410
Schippenbeil 3.436
Domnau 2.988
Die verbleibenden 26.648 Kreisbewohner lebten auf dem Lande in 74 Gemeinden und 1 Gutsbezirk (Heeres-Remontenamt Liesken).

Nach Wirtschaftszweigen arbeiteten zum 1.1.1939 im Landkreis Bartenstein(Ostpr.):

In der Land- und Forstwirtschaft42,7 %
In Industrie und Handwerk24,5 %
In Handel und Verkehr8,9 %
Im öffentl. Dienst u. privaten Dienstleistungen23,9 %

Nach ihrer Stellung im Beruf waren die Beschäftigten im Landkreis Bartenstein Ostpr.) zum 1.1.1939:

Selbständige12,2 %
Mithelfende Familienangehörige7,1 %
Beamte und Angestellte11,1 %
Arbeiter58,9 %
Berufslose10,7 %